Costa Paradiso – Teil III, Einkäufe und andere Sorgen

Die Villa ist ein Traum, das meiste im und am Haus ist bereits erkundet, die Koffer sind ausgepackt. Was jetzt noch zum totalen Glück fehlt: Essen! Bier! Wein! Wir erinnern uns kurz zurück an den gemeinsamen Mallorca-Urlaub und einige mehr oder weniger „böse“ Erinnerungen werden an den ersten Großeinkauf wach. Jolanda war in ständiger Sorge, der Einkauf könne das Budget überschreiten, Sandrow und Jens hatten unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Must-Haves einer soliden Kühlschrankausstattung und generell: Wer hat schon Bock auf Einkäufe im Urlaub, wenn es im Pool doch so viel schöner ist?! Also lange Rede gar kein Sinn: niemand reißt sich so wirklich darum! Aber es hilft ja nichts und so finden sich dann doch relativ schnell Steffen, Jens und Sandrow zum gemeinsamen Großeinkauf zusammen. Da wir dank Mallorca schon geübte Einkaufslistenschreiber sind, ist schnell geklärt, was zu besorgen ist. Die Fahrt zum nächsten großen Supermarkt wird allerdings 45 Minuten andauern – auf Sardinien sind die Wege eben ein wenig länger. Derweil machen es sich Mark, Manuela und Jolanda bequem. Die Liegemöbel auf der riesigen Terrasse laden geradezu dazu ein. Es dauert nur eine kurze Zeit und Mark und Jolanda sind eingeschlafen. Manuela hat sich in ihr Zimmer verkrochen, vermutlich versucht sie sich inzwischen damit anzufreunden.

Irgendwann wacht Jolanda auf und stellt fest, dass die Einkäufer immer noch unterwegs sind. Fast eine Stunde ist mittlerweile vergangen. Mark ist ebenfalls aufgewacht und die Hitze verlangt nun nach einer einzigen Sache: Wasser!! Badehose, Bikini und Handtücher werden geholt, nur um kurze Zeit später die erste gepflegte Arschbombe in den Pool zu setzen. Manuela gesellt sich alsbald dazu und nach dem ersten Badespaß wird Entspannungsprogramm Nr. 1 eingeleitet: Lesen am Pool auf der Sonnenliege. Es bleibt jedoch einzig bei diesem Versuch – Manuela ist in Plauderlaune, so dass Mark und Jolanda ihre Bücher kurzerhand wieder beiseitelegen. Der Redeschwall von Manuela wird lediglich dann und wann vom Geräusch knurrender Mägen unterbrochen und jedes Mal, wenn ein Auto zu hören ist, recken alle vor lauter Vorfreude die Köpfe. Aber immer wieder ist es Fehlalarm, von unseren Einkäufern keine Spur. So langsam macht sich Jolanda Sorgen, die beiden Männer unterhalten sich dagegen entspannt über Fußball. Aber dann endlich und nach gefühlten drei Stunden kündigt sich tatsächlich mit einem weiteren Motorengeräusch eines Mietwagens unsere Einkaufstruppe an. Schnell zur Einfahrt geeilt heißt es jedoch erst mal: schleppen, schleppen, schleppen! Tüten ohne Ende, die Stimmung ist etwas gereizt, jeder möchte jetzt nur noch eins: das erste Urlaubsbierchen zischen! Die nächste Herausforderung wartet jedoch schon in der Küche, denn das ganze Zeug unterzubringen, erweist sich schwieriger als erwartet. Jeder wuselt rum, manche stehen sich im Weg, aber irgendwann ist alles in den scheinbar winzigen Schubläden und Küchenschränken reingestopft und untergebracht. Und die nächsten Geräusche klingen nun wie ein Engelschor in unseren Ohren: Das Öffnen von Bierdosen und Weinflaschen – Nun kann der Urlaub wirklich für alle beginnen!!!

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Nachdem dann auch endlich jeder von uns den Sprung in den Pool gewagt hat und alle zufrieden an ihren Getränken nippen, ist die Stimmung wieder heiter und ausgelassen. Die Sonne steht bereits tief am Himmel und alle sind sich einig, dass das Abendessen so langsam eingeleitet werden kann. Die Damen bereiten Salate, Pasten und Saucen zu, die Männer heizen den Grill an. Und zwischendrin immer mal wieder ein Schlückchen Wein… Als alle am Tisch sitzen, ist die Abenddämmerung atemberaubend schön!! Im Hintergrund läuft während des Essens leise Lounge-Musik, der Ausblick auf den eine Etage tiefer liegenden Pool und das Meer lässt das Leben süß und unbeschwert erscheinen.

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Später und als es bereits dunkel ist, sitzen alle glücklich und zufrieden auf der Couchgarnitur schauen in den mit Sternen übersäten Himmel. Es ist eine laue Sommernacht, nur Jolanda friert und zieht sich unter dem spöttischen Blick von Steffen, der wie immer schwitzt wie ein Schwein, eine Jacke über die Schultern. So langsam macht sich die Müdigkeit endgültig breit und der Abend wird frühzeitig beendet. Aber was soll’s: es steht uns eine super Zeit bevor und mit diesem wunderbaren Gedanken schlafen wir alle glücklich in unseren Betten ein…

(Fortsetzung folgt)

Hier geht es zum zweiten Teil

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